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Chorporation plant Achterbahnen
Workshop-Wochenende: Projektmanagement
Datum: 30.11.2011 20:11
Ob im beruflichen Alltag oder im Vereinsleben. Häufig hat man eine tolle Idee für ein neuartiges, spannendes, vielleicht sogar revolutionäres Projekt. Doch wie schafft man es, diese Idee zu strukturieren, in Arbeitspakete zu verwandeln und dann mit einem Team in die Tat umzusetzen? Dieser Frage widmeten sich die jugendlichen Teilnehmer des Jugendforums Chorporation am Wochenende des 26./27. Novembers in der Jugendherberge Bad Homburg. Unter professioneller Anleitung des erfahrenen Unternehmensberaters Michael Ribeiro erlernten die Jugendlichen die theoretischen Grundlagen des professionellen Projektmanagements. Wie stelle ich einen Projektstrukturplan auf? Wie schnüre ich sinnvolle Arbeitspakete? Was sind die Aufgaben des Projektleiters? Welche verschiedenen Interessengruppen (Stakeholder) können auftreten? Und was ist das „Studenten-Syndrom“?
Egal, ob sich hinter dem Projekt nun ein Chor-Konzert, ein großes Chorfest, ein Abi-Ball oder eine Produkteinführung verbirgt. Mit relativ einfachen Methoden lässt sich jedes Projekt effektiv strukturieren und die Aufgaben verteilen. Dabei wurde die Theorie immer wieder durch spannende Gruppenspiele aufgelockert. So ging es zum Beispiel darum, einen Turm aus Legosteinen in möglichst kurzer Zeit und unter möglichst geringen Kosten zu bauen. Dass dieses Projekt wie jedes andere unter der typischen Dreiecks-Konkurrenz von Zeit, Kosten und Leistung/Qualität litt, konnten die Teilnehmer auf spannende Weise erfahren.
Der absolute Höhepunkt des Seminars bestand aber sicherlich in einem computergestützten Planspiel. Hier ging es darum, in Gruppenarbeit ein neuartiges Achterbahn-Projekt zu planen. Dabei war eine knappe Deadline einzuhalten, aber die Kosten und die Leistung bzw. Sicherheit der Achterbahn sollten gleichzeitig im Auge behalten werden. Wenn die Teilnehmer zu riskant kalkulierten, konnte ihr Projekt schon einmal durch Unwetter, unterschätzte technische Schwierigkeiten oder einen Streik der Belegschaft auf eine harte Probe gestellt werden. Dass die Teilnehmer keine Profis im Projektmanagement sind, konnte man daran sehen, dass keine der vier Gruppen den straffen Zeitplan einhalten konnte und nahezu keine der Achterbahnen für ihre Firma einen Gewinn abgeworfen hätte.
Trotz allem haben die Teilnehmer eindrucksvoll gelernt, welche Risiken bei einer Projektplanung auftreten können. So unterliegt z.B. ein Open Air-Konzert natürlich ganz anderen Wetterbedingungen als ein Konzert in der Stadthalle. Aber auch die Terminentscheidung hat Einfluss auf die Verfügbarkeit der Sänger und mögliche Wetterbedingungen, die nur teilweise vorher absehbar sind.
Was die Teilnehmer aus diesem Zweitages-Workshop mitgenommen haben, wird sich spätestens beim nächsten Chorporation-Treffen im Frühjahr zeigen. Dann möchten sie nämlich gemeinsam an einem spannenden Projekt arbeiten. Die Ideenfindungsphase hat schon begonnen. Weitere Details werden aber noch nicht verraten. Vielleicht sind dann auch wieder alle 11 Teilnehmer (diesmal aus 9 verschiedenen Sängerkreisen) und noch ein paar mehr interessierte Jugendliche vertreten.
Das Jugendforum Chorporation ist ein Angebot der Hessischen Chorjugend, um junge Menschen in Hessens Chören für eine zukünftige Arbeit in Vereins- und Verbands-Vorständen zu begeistern und sie gleichzeitig dafür auszubilden. Chorporation ist an Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren gerichtet. Die Teilnahme ist freiwillig, unverbindlich und kostenlos. Weitere Informationen gibt es bei Projektleiter Kai Habermehl oder den Jugendreferenten der Sängerkreise.

